Am 17.April 1945 fiel der größte Teil des Bw in Schutt und Asche. Nur das heute noch erhaltene Heizhaus 4, Verwaltungs- und Magazingebäude konnten wieder aufgebaut werden.
Das heutige Heizhaus 1 wurde 1953 nach dem Wiederaufbau von Lokwerkstatt und Heizhaus 4 neu errichtet. Es wurde sogar für das Unterstellen elektrischer Loks konzipiert. Mit dem Wiederaufbau der restlichen Bw-Anlagen und dem neuen Aufschwung im Eisenbahnverkehr gelangten nun auch Neubau-Dampflokomotiven nach Dresden. So beheimatete man in Altstadt Loks der Baureihen 23 und 65. Durch die Kriegswirren fand aber auch so mancher Länderbahnexot hier eine Bleibe bis zu seiner Ausmusterung. Zwei weitere besondere Lokomotiven waren ab 1952 die umgebauten französischen 231-E-18 und 241-A-4. Als Einzelgänger schieden sie 1958 als 07 1001 u. 08 1001 wieder aus. Auch die rekonstruierte Baureihe 22 (ex BR 39) wurde wieder in Dresden-Altstadt beheimatet. Nach dem in den Kriegs- und Nachkriegsjahren der Schnellzugdienst fast ausschließlich mit Länderbahn-Schnellzugloks abgewickelt wurde, gelangten ab 1958 mit der BR 03 und ab 1967 der BR 01 wieder Einheitsschnellzugloks nach Dresden-Altstadt.
Bis zum 24.09.1977 beförderten diese Einheitsschnellzuglokomotiven den gesamten schweren internationalen Reiszugverkehr zwischen Berlin und Dresden.
Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt. Mit der Bildung des Groß-Bw Dresden im Jahre 1967 mit Hauptsitz in Dresden Friedrichstadt, begann der Stern des Bw Altstadt kontinuierlich zu sinken. Unter der Bezeichnung "Betriebsteil Zwickauer Straße"(BtZ) wurde der restliche Dampflokbetrieb des Bw Dresden hier konzentriert.
Am 25.September 1977 endete der planmäßige Dampflokeinsatz des Bw Dresden mit der Abstellung der letzten Einheits-Schnellzuglokomotiven der BR 01. Der Betriebsteil diente nun nur noch der Versorgung von Wendelokomotiven und der Beheimatung von Heiz- und Rangierlokomotiven.
Dresden Altstadt um 1960
Dresden Hauptbahnhof um 1960
Dresden Altstadt um 1974